Eine Expertin für Präventivmedizin enthüllt, warum Bluthochdruck in den Wechseljahren besonders gefährlich ist und wie Sie ihn natürlich senken können.
Expertin für Präventivmedizin & Kardiologie
Dr. med. Sarah Weber ist eine renommierte Expertin für Präventivmedizin und Kardiologie aus München mit über 12 Jahren Erfahrung in der Behandlung von Herzerkrankungen und Bluthochdruck bei Frauen.
"Als Ärztin mit Schwerpunkt Präventivmedizin begleite ich seit vielen Jahren Frauen in den verschiedensten Lebensphasen – besonders rund um die Wechseljahre. Immer wieder erlebe ich, wie unterschätzt das Thema Herzgesundheit bei Frauen wird. Dabei zeigt sich gerade in dieser sensiblen Zeit, wie wichtig es ist, Warnzeichen ernst zu nehmen und die eigenen Risiken zu kennen. Mein Ziel ist es, Frauen zu stärken: mit Wissen, Achtsamkeit und der Überzeugung, dass echte Prävention dort beginnt, wo wir Verantwortung für unser Herz übernehmen."– Dr. med. Sarah Weber
Bluthochdruck ist eine der häufigsten und gefährlichsten Erkrankungen weltweit – und zwar nicht nur für Männer. Besonders Frauen sind betroffen, da mit Beginn der Postmenopause das Risiko für Bluthochdruck verdoppelt. Jede zweite Frau über 60 ist betroffen.
Professionelle Blutdruckmessung beim Arzt
Der Blutdruck gibt an, mit welcher Kraft das Blut gegen die Arterienwände drückt. Er besteht aus zwei Werten:
Der höhere Wert, misst den Druck in den Blutgefäßen, wenn das Herz Blut in die Gefäße pumpt.
Der niedrigere Wert, misst den Druck in den Blutgefäßen, wenn sich das Herz entspannt und sich wieder mit Blut füllt.
Optimal ist ein Wert von 120/70 mmHg. Wenn er 140/90 mmHg oder mehr beträgt, sprechen wir von Bluthochdruck.
Moderne Blutdruckmessgeräte ermöglichen eine einfache Kontrolle zu Hause
Mit dem Absinken des Östrogenspiegels werden die Gefäße steifer, der Körper speichert mehr Salz und Wasser, und der Blutdruck steigt oft steiler als bei Männern. Frauen haben über den Zeitraum von 30–60 Jahren einen steileren Anstieg des durchschnittlichen Blutdrucks als Männer.
Unbehandelter Bluthochdruck kann zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen führen:
Er ist der größte vermeidbare Risikofaktor für Schlaganfall und Demenz.
Bluthochdruck macht sich oft nicht bemerkbar. Mögliche Symptome sind:
Wichtig: Regelmäßige Blutdruckmessungen sind wichtig, um Bluthochdruck frühzeitig zu erkennen.
Lebensstiländerungen können helfen, den Blutdruck zu senken:
30 Minuten moderate Aktivität täglich
Wenig Salz, viel Obst und Gemüse
Entspannungstechniken und Meditation
Auch kleine Gewichtsverluste helfen
Regelmäßige Bewegung und gesunde Ernährung sind Schlüssel zur Blutdrucksenkung
Wenn der Blutdruck trotz Lebensstiländerungen über 140/90 mmHg bleibt, können Medikamente notwendig sein, um das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Demenz zu senken.
Bluthochdruck ist kein harmloser Begleiter des Alters. Besonders mit Beginn der Perimenopause steigen die Werte oft unbemerkt an. Deshalb ist es wichtig, den Blutdruck regelmäßig zu messen und frühzeitig gegensteuern.
Ab dem 40. Lebensjahr sollte der Blutdruck mindestens einmal jährlich gemessen werden. Bei Frauen besonders wichtig ab der Perimenopause.
Ja, chronischer Stress kann zu dauerhaft erhöhtem Blutdruck führen. Entspannungstechniken und Stressmanagement sind wichtige Bausteine der Behandlung.
Bei bekanntem Bluthochdruck täglich zur gleichen Zeit. Bei gesunden Menschen reicht eine jährliche Kontrolle beim Arzt.