Folgemilch ist streng geregelt – aber nicht jede Rezeptur ist gleich
Für Säuglinge und Kleinkinder gelten bei Folgenahrung strenge gesetzliche Vorgaben. Die Produkte müssen definierte Anforderungen an Energie, Vitamine, Mineralstoffe, Fettsäuren und weitere Nährstoffe erfüllen.
Trotzdem können sich die Rezepturen unterscheiden: etwa bei den verwendeten Ölquellen, den enthaltenen Milchbestandteilen, der Kohlenhydratquelle oder zusätzlichen Bestandteilen wie GOS, FOS, MFGM, Lactoferrin und Nukleotiden.
Mamilac 3 ist eine milchbasierte Folgenahrung für Säuglinge ab dem 10. Monat. Sie ist zur Verwendung im Rahmen einer altersgerechten und abwechslungsreichen Mischkost bestimmt.
Wichtig zu wissen
Stillen ist die beste Ernährung für Säuglinge. Mamilac 3 ist keine Säuglingsanfangsnahrung und nicht als alleinige Nahrung geeignet. Die Folgenahrung ist für Säuglinge ab dem 10. Monat und ausschließlich als Teil einer altersgerechten Mischkost vorgesehen.
Mamilac 3 im Rezeptur-Check
Die Besonderheit von Mamilac 3 liegt nicht in einem einzelnen Bestandteil, sondern in der Kombination verschiedener Milchbestandteile, Fettsäuren und weiterer Rezepturkomponenten.
Ab dem 10. Monat
Milchbasierte Folgenahrung zur Verwendung als Teil einer altersgerechten und abwechslungsreichen Mischkost.
Lactoferrin und IgG
Die Rezeptur enthält pro 100 ml zubereiteter Nahrung 60 mg Lactoferrin und 13 mg Immunglobulin G aus Milch.
MFGM und Phospholipide
Mamilac 3 enthält Milchfettkügelchenmembranen, kurz MFGM. Pro 100 ml zubereiteter Nahrung sind 38 mg Phospholipide enthalten.
DHA aus Mikroalgenöl
Das enthaltene DHA stammt aus Mikroalgenöl. Zusätzlich enthält die Rezeptur ARA. Fischöl wird nicht verwendet.
Bewusst formuliert
Ohne Palmöl, ohne Fischöl und ohne Maltodextrin hergestellt. Laktose ist die enthaltene Kohlenhydratquelle.
Zutaten, Nährwerttabelle und Pflichtangaben auf der Produktseite prüfen.
Warum lohnt sich ein Blick über Vitamine und Mineralstoffe hinaus?
Auf den Verpackungen von Folgenahrung stehen zahlreiche Vitamine, Mineralstoffe und Fettsäuren. Da viele grundlegende Anforderungen gesetzlich geregelt sind, lohnt sich beim Vergleich zusätzlich ein Blick auf die verwendeten Rohstoffquellen und weiteren Rezepturbestandteile.
Bei Mamilac 3 fallen insbesondere vier Bestandteile auf: Lactoferrin, MFGM, Immunglobulin G und die Kombination aus DHA und ARA.
Diese Stoffe sollen hier nicht isoliert bewertet werden. Entscheidend ist zunächst, was sie sind, woher sie stammen und in welcher Menge sie in der fertigen Nahrung enthalten sind.
Lactoferrin: ein natürlich vorkommendes Milchprotein
Lactoferrin ist ein Protein, das natürlicherweise in Milch vorkommt. Der Name leitet sich von seiner Fähigkeit ab, Eisen zu binden.
Mamilac 3 enthält Lactoferrin aus Kuhmilch. Laut Nährwertangaben sind in 100 ml zubereiteter Nahrung 60 mg Lactoferrin enthalten.
60 mg
Lactoferrin
pro 100 ml zubereiteter Nahrung
MFGM: die natürliche Membran der Milchfettkügelchen
MFGM steht für „Milk Fat Globule Membrane“, auf Deutsch Milchfettkügelchenmembran. Dabei handelt es sich um die natürliche Membran, die Milchfettkügelchen umgibt.
MFGM enthält verschiedene natürliche Milchbestandteile, darunter Phospholipide. Mamilac 3 enthält laut Nährwerttabelle 38 mg Phospholipide pro 100 ml zubereiteter Nahrung.
Milchfettkügelchen
→ natürliche Membran
→ enthält unter anderem Phospholipide
38 mg
Phospholipide
pro 100 ml zubereiteter Nahrung
Immunglobulin G als Bestandteil der Milchrezeptur
Immunglobulin G, abgekürzt IgG, gehört zu den natürlich vorkommenden Proteinen in Milch.
Bei Mamilac 3 wird IgG nicht nur allgemein in der Zutatenkommunikation genannt. Die enthaltene Menge wird auch in der Nährwerttabelle ausgewiesen.
In 100 ml zubereiteter Nahrung sind laut Herstellerangaben 13 mg Immunglobulin G enthalten.
13 mg IgG
pro 100 ml zubereiteter Nahrung
DHA aus Mikroalgen statt Fischöl
Mamilac 3 enthält die mehrfach ungesättigten Fettsäuren DHA und ARA. Das DHA stammt aus dem Öl der Mikroalge Schizochytrium sp. Für die Rezeptur wird daher kein Fischöl verwendet.
Pro 100 ml zubereiteter Nahrung enthält Mamilac 3 laut Nährwerttabelle:
- 15 mg DHA
- 2,8 mg ARA
Die Herkunft des DHA kann insbesondere für Eltern relevant sein, die gezielt auf den Einsatz von Fischöl verzichten möchten.
DHA-Quelle bei Mamilac 3
Mikroalgenöl
Nicht enthalten
Fischöl
Laktose, GOS und FOS
Als Kohlenhydratquelle enthält Mamilac 3 Laktose aus Milch. Maltodextrin, Glukose und Fruktose werden laut Produktangaben nicht zugesetzt.
Ergänzt wird die Rezeptur durch Galacto-Oligosaccharide, kurz GOS, und Fructo-Oligosaccharide, kurz FOS.
Pro 100 ml zubereiteter Nahrung enthält die Rezeptur laut Nährwerttabelle:
- 7,2 g Laktose
- 0,4 g GOS
- 0,04 g FOS
Mamilac 3 enthält Milchbestandteile und ist nicht vegan.
Was bei der Rezeptur bewusst weggelassen wurde
Auch nicht verwendete Zutaten können ein relevantes Auswahlkriterium sein. Mamilac 3 wird laut Hersteller ohne folgende Bestandteile hergestellt:
Kein Palmöl
Kein Fischöl
Kein Maltodextrin
Keine zugesetzte Glukose oder Fruktose
Laktose ist natürlicherweise ein Zucker und die in Mamilac 3 enthaltene Kohlenhydratquelle.
Was uns bei der Rezeptur positiv auffällt – und was Eltern wissen sollten
Positiv aufgefallen
- Die Mengen von Lactoferrin, IgG und Phospholipiden werden konkret ausgewiesen.
- Die Herkunft des DHA aus Mikroalgenöl wird transparent genannt.
- Palmöl, Fischöl und Maltodextrin werden nicht verwendet.
- Laktose wird klar als Kohlenhydratquelle benannt.
- Zutaten und vollständige Nährwerte sind öffentlich einsehbar.
- Die Rezeptur kombiniert MFGM, Lactoferrin, IgG, GOS, FOS, DHA, ARA und Nukleotide.
Das sollte man berücksichtigen
- Mamilac 3 enthält Kuhmilchbestandteile und Laktose.
- Das Produkt ist ausschließlich für Säuglinge ab dem 10. Monat vorgesehen.
- Es ist nicht als alleinige Nahrung geeignet.
- Dieser Beitrag ist ein Markenbeitrag und kein unabhängiger Labortest.
- Die individuelle Ernährung sollte bei Unsicherheiten mit einer Hebamme, Kinderärztin, einem Kinderarzt oder einer anderen unabhängigen Fachperson besprochen werden.
- Die Zubereitung muss genau nach den Angaben auf der Verpackung erfolgen.
Die vollständigen Pflichtangaben und die jeweils aktuelle Zubereitungsanleitung findest Du auf der Produktseite und auf der Verpackung.
Für welche Eltern kann Mamilac 3 interessant sein?
Mamilac 3 richtet sich an Eltern von Säuglingen ab dem 10. Monat, die Folgenahrung im Rahmen der Beikost verwenden und die Zusammensetzung bewusst vergleichen möchten.
Die Rezeptur kann insbesondere für Eltern interessant sein, die auf folgende Kriterien achten:
- ausgewiesene Mengen an Lactoferrin und IgG
- MFGM als natürlicher Milchbestandteil
- DHA aus Mikroalgenöl
- Kombination aus DHA und ARA
- Laktose als Kohlenhydratquelle
- Verzicht auf Palmöl, Fischöl und Maltodextrin
- transparente Veröffentlichung der vollständigen Nährwerttabelle
Ob Mamilac 3 zur individuellen Ernährung des Kindes passt, lässt sich nur anhand der vollständigen Zutaten, der bisherigen Ernährung und der persönlichen Situation entscheiden. Deshalb sollte vor einer Entscheidung die komplette Produktinformation geprüft werden.
Zur Produktseite mit Zutaten, Nährwerten, Zubereitung und Pflichtangaben.
Unser Fazit zum Rezeptur-Check
Mamilac 3 unterscheidet sich vor allem durch die Kombination verschiedener Milchbestandteile und Fettsäuren. Neben Lactoferrin enthält die Rezeptur MFGM, Immunglobulin G, GOS, FOS, DHA aus Mikroalgenöl, ARA und Nukleotide.
Positiv ist, dass zentrale Bestandteile nicht nur genannt, sondern mit konkreten Mengen in der Nährwerttabelle ausgewiesen werden. Gleichzeitig wird transparent kommuniziert, welche Zutaten nicht verwendet werden.
Mamilac 3 ist jedoch keine alleinige Nahrung und ausschließlich für Säuglinge ab dem 10. Monat im Rahmen einer abwechslungsreichen Mischkost vorgesehen.
Wer die Rezeptur beurteilen möchte, sollte deshalb die vollständige Zutatenliste, die Nährwertangaben und die Zubereitungshinweise auf der Produktseite prüfen.
Du wirst zur offiziellen Produktdetailseite von Mamilac 3 bei artgerecht weitergeleitet.
Häufige Fragen
Mamilac 3 ist eine milchbasierte Folgenahrung für Säuglinge ab dem 10. Monat. Sie wird als Teil einer altersgerechten und abwechslungsreichen Mischkost verwendet.