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    Mundspülung: wirkungslos gegen den Mikrofilm im Mundraum

    Ihre Apotheke informiert · Aktualisiert am 30. Januar 2026

    Sie kennen das vielleicht: Der Zahnarzt schaut kurz, runzelt die Stirn und sagt beiläufig „Da ist eine Entzündung am Zahnfleisch." Sie bekommen eine Mundspülung empfohlen, putzen ab jetzt gründlicher – und nach ein paar Tagen scheint alles wieder in Ordnung. Bis es beim nächsten Putzen wieder blutet. Bis das Zahnfleisch wieder gerötet ist. Bis der nächste Zahnarztbesuch dasselbe Ergebnis bringt.

    Über 80 % der Erwachsenen in Deutschland hatten mindestens einmal eine Zahnfleischentzündung. Bei vielen wird daraus ein chronisches Problem – nicht weil sie zu wenig putzen, sondern weil die üblichen Maßnahmen an der eigentlichen Ursache vorbeigehen.

    Die unbequeme Wahrheit:

    Mundspülungen, Antibiotika und intensiveres Putzen bekämpfen Symptome – nicht die Ursache. Deshalb kehren Zahnfleischentzündungen bei den meisten Betroffenen immer wieder zurück.

    Um zu verstehen, warum das so ist – und was stattdessen helfen kann – lohnt sich ein Blick auf das, was bei chronischen Zahnfleischentzündungen im Mundraum tatsächlich passiert.

    Mundspülung – gegen einen Mikrofilm wirkungslos

    Viele Betroffene erleben denselben Kreislauf: kurzfristige Besserung, dann Rückfall. Antibakterielle Mundspülungen zerstören auch nützliche Bakterien – pathogene Keime kehren oft resistenter zurück. Intensiveres Putzen erreicht Biofilme in Zahnfleischtaschen nicht und schädigt das Zahnfleisch zusätzlich.

    Was dabei übersehen wird:

    Alle drei Ansätze zielen auf die Bakterien. Doch das eigentliche Problem liegt tiefer: Bei chronischer Gingivitis ist das immunologische Milieu im Mundraum aus dem Gleichgewicht geraten. Proinflammatorische Zytokine (IL-6, IL-8) halten das Gewebe im Dauerstress. Die Mundschleimhaut verliert ihre Barrierefunktion. Die lokale IgA-Sekretion – Ihre erste Verteidigungslinie – ist geschwächt.

    Solange dieses Milieu nicht wiederhergestellt wird, finden pathogene Keime immer wieder optimale Bedingungen vor – egal wie oft sie bekämpft werden.

    Vergleich Eubiose und Dysbiose des oralen Mikrobioms entlang der Mund-Darm-Achse
    Eubiose vs. Dysbiose: Ein gestörtes orales Mikrobiom wirkt über die Mund-Darm-Achse und wird mit Karies, Diabetes, Alzheimer und Parodontalerkrankungen assoziiert.

    Wie ein gesunder Körper mit intaktem Mikrobiom reagiert

    Die Frage klingt fast zu einfach. Doch genau hier setzt die aktuelle Forschung an: Statt immer aggressiver gegen Bakterien vorzugehen, untersuchen Wissenschaftler, wie der Körper seine Mundgesundheit von innen heraus reguliert – und welche natürlichen Schutzmechanismen bei chronischen Entzündungen versagen.

    Im Zentrum dieser Forschung steht ein Protein, das die meisten Menschen nicht kennen, obwohl es jeden Tag in ihrem Mund aktiv ist: Lactoferrin.

    Lactoferrin – das körpereigene Schutzprotein im Speichel

    Lactoferrin wird von den Speicheldrüsen produziert und ist einer der wichtigsten Bestandteile der lokalen Immunabwehr im Mundraum. Es kommt auch in der Muttermilch in hoher Konzentration vor – wo es Neugeborene vor Infektionen schützt, bevor deren Immunsystem ausgereift ist.

    Bei chronischen Zahnfleischentzündungen ist die Lactoferrin-Konzentration im Speichel häufig zu niedrig, um ihre Schutzfunktion vollständig zu erfüllen. Die gezielte Supplementierung kann dieses Defizit ausgleichen – und damit die Voraussetzungen schaffen, dass Entzündungen nachhaltig abklingen.

    Wie Lactoferrin im Mundraum wirkt – die Wissenschaft dahinter

    Die Wirkung von Lactoferrin ist nicht eindimensional. Es greift an drei entscheidenden Stellen gleichzeitig in das Entzündungsgeschehen ein:

    1

    Eisenbindung

    Lactoferrin entzieht pathogenen Bakterien wie P. gingivalis das freie Eisen, das sie für ihr Wachstum benötigen. Ohne Eisen können sich diese Keime nicht vermehren – eine natürliche, gezielte Wachstumshemmung.

    2

    Immunregulation

    Anders als Antibiotika unterdrückt Lactoferrin die Immunantwort nicht, sondern reguliert sie: Proinflammatorische Zytokine werden moduliert, ohne die Abwehrfähigkeit zu schwächen. Das Gewebe kann sich erholen.

    3

    Anti-bakteriell

    Lactoferrin wirkt direkt gegen pathogene Keime: Es destabilisiert bakterielle Zellmembranen und hemmt die Bildung von Biofilmen – jenen Schutzschichten, in denen sich Erreger vor Mundspülungen und dem Immunsystem verbergen.

    apo‑Lactoferrin – das Wichtigste erklärt

    apo-Lactoferrin (Eisensättigung unter 15%)

    Entfaltet die volle antimikrobielle Wirkung: Es kann aktiv Eisen binden, pathogene Keime schwächen und das Immunsystem gezielt unterstützen. "apo-" ist die native Form von Lactoferrin – jene biologisch aktive Variante, auf die sich der Begriff „Lactoferrin" in der Regel bezieht.

    Sie ist entscheidend für die therapeutische Anwendung und kommt sowohl zur Immun-Prophylaxe (400–600 mg täglich) als auch bei akuten Infekten in höherer Dosierung gezielt zum Einsatz.

    Klinische Evidenz

    Mehrere klinische Studien bestätigen die Wirksamkeit von Lactoferrin bei Zahnfleischentzündungen. Eine Untersuchung im Journal of Clinical Periodontology zeigte, dass die ergänzende Gabe von Lactoferrin zu einer signifikanten Reduktion der Taschentiefe und Blutungsneigung führte. Weitere Studien belegen die Fähigkeit von Lactoferrin, Biofilme zu destabilisieren – jene Schutzschichten, in denen sich pathogene Keime vor Mundspülungen und dem Immunsystem verbergen.

    P. gingivalis und P. intermedia Belastung über den Anwendungszeitraum – Vergleich Placebo- und Lactoferringruppe
    Randomisierte, placebokontrollierte Doppelblindstudie Orale Gabe von Lactoferrin an Patienten mit milder chronischer Parodontitis Quelle: Wakabayashi et. Al., Periodontitis, periodontopathic bacteria and lactoferrin. Biometals 23, 419–424 (2010)

    Floral Dentalac® CLN® – Lactoferrin gezielt für die Mundgesundheit

    Genau dieses Prinzip macht sich Floral Dentalac® CLN® von artgerecht zunutze. Das Produkt wurde speziell entwickelt, um das immunologische Milieu im Mundraum durch hochreines apo-Lactoferrin zu normalisieren – nicht als Ersatz für gute Mundhygiene, sondern als gezielte Ergänzung, die dort ansetzt, wo Zahnbürste und Mundspülung an ihre Grenzen stoßen.

    Anwendung: Täglich 1 Kapsel mit etwas Wasser einnehmen. Für eine nachhaltige Stabilisierung des Mundmilieus wird eine regelmäßige Einnahme über mindestens 4–8 Wochen empfohlen.

    • Schützt vor Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) – EFSA Health Claim
    • Schützt vor Parodontitis – EFSA Health Claim
    • Schützt vor Karies – EFSA Health Claim
    • Gelistet auf der Kölner Liste® – unabhängig auf Reinheit geprüft
    • Apothekenzugelassen – erhältlich über den Apothekengroßhandel
    • Mit Apothekenzulassung (PZN DE 17592878)
    • Hochreines apo-Lactoferrin mit unter 15 % Eisensättigung
    Floral Dentalac® CLN® von artgerecht - Lactoferrin-Supplement für die Mundgesundheit
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    Was Anwender berichten

    Individuelle Erfahrungen – Ergebnisse können variieren.

    Miriam Müller, Apothekerin der Apotheke Westerwald, mit Floral Dentalac® CLN®

    Nach Jahren mit immer wiederkehrendem Zahnfleischbluten hat mein Zahnarzt mir Lactoferrin empfohlen. Nach etwa drei Wochen mit Floral Dentalac® CLN® war das Bluten beim Putzen fast komplett weg. Heute, vier Monate später, sind meine Werte beim Zahnarzt so gut wie seit Jahren nicht.

    Petra M.– 58 Jahre, Gingivitis seit über 10 Jahren
    Bluten beim Putzen fast komplett weg

    Ich habe alles versucht – teure Mundspülungen, elektrische Zahnbürste, professionelle Reinigungen alle drei Monate. Trotzdem war bei jedem Kontrolltermin das Zahnfleisch entzündet. Seit ich Floral Dentalac® CLN® nehme, hat sich das grundlegend geändert. Mein Zahnarzt war beim letzten Termin ehrlich überrascht.

    Thomas K.– 44 Jahre, regelmäßige PZR ohne nachhaltigen Erfolg
    Zahnarzt war ehrlich überrascht

    Als Diabetikerin hatte ich immer Probleme mit dem Zahnfleisch. Mein Apotheker hat mir Floral Dentalac® CLN® empfohlen. Die Rötung und Schwellung sind deutlich zurückgegangen. Ich fühle mich im Mund einfach gesünder – das klingt banal, aber wer die Probleme kennt, weiß was ich meine.

    Sabine L.– 62 Jahre, Typ-2-Diabetes
    Rötung und Schwellung deutlich zurückgegangen

    Die dargestellten Erfahrungsberichte sind individuell und spiegeln nicht die typischen Ergebnisse wider. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung und gesunde Lebensweise.

    Häufige Fragen zu Zahnfleischentzündungen und Lactoferrin

    Literaturhinweise

    1. Jenssen H, Hancock RE. Antimicrobial properties of lactoferrin. Biochimie. 2009;91(1):19-29.
    2. Wakabayashi H, Yamauchi K, Takase M. Lactoferrin research, technology and applications. Int Dairy J. 2006;16(11):1241-1251.
    3. Farnaud S, Evans RW. Lactoferrin—a multifunctional protein with antimicrobial properties. Mol Immunol. 2003;40(7):395-405.
    4. Komine K, Kuroishi T, Ozawa A, et al. Cleaved inflammatory lactoferrin peptides in parotid saliva of periodontitis patients. Mol Immunol. 2007;44(7):1498-1508.
    5. Hajishengallis G. Periodontitis: from microbial immune subversion to systemic inflammation. Nat Rev Immunol. 2015;15(1):30-44.
    6. Darveau RP. Periodontitis: a polymicrobial disruption of host homeostasis. Nat Rev Microbiol. 2010;8(7):481-490.
    7. Berlutti F, et al. Lactoferrin downregulates pro-inflammatory cytokines upexpressed in intestinal epithelial cells infected with invasive or noninvasive Escherichia coli strains. Biochem Cell Biol. 2006;84(3):351-357.
    8. Groenink J, et al. Cationic amphipathic peptides, derived from bovine and human lactoferrins, with antimicrobial activity against oral pathogens. FEMS Microbiol Lett. 1999;179(2):217-222.
    9. Arslan SY, et al. Lactoferrin: a multifunctional protein with potential roles in periodontology. J Clin Periodontol. 2021;48(10):1289-1301.

    Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Beratung durch Ihren Zahnarzt oder Apotheker. Bei anhaltenden Zahnfleischproblemen suchen Sie bitte Ihre Zahnarztpraxis auf.

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    Literaturhinweise

    1. Jenssen H, Hancock RE. Antimicrobial properties of lactoferrin. Biochimie. 2009;91(1):19-29.
    2. Wakabayashi H, Yamauchi K, Takase M. Lactoferrin research, technology and applications. Int Dairy J. 2006;16(11):1241-1251.
    3. Farnaud S, Evans RW. Lactoferrin—a multifunctional protein with antimicrobial properties. Mol Immunol. 2003;40(7):395-405.
    4. Komine K, Kuroishi T, Ozawa A, et al. Cleaved inflammatory lactoferrin peptides in parotid saliva of periodontitis patients. Mol Immunol. 2007;44(7):1498-1508.
    5. Hajishengallis G. Periodontitis: from microbial immune subversion to systemic inflammation. Nat Rev Immunol. 2015;15(1):30-44.
    6. Darveau RP. Periodontitis: a polymicrobial disruption of host homeostasis. Nat Rev Microbiol. 2010;8(7):481-490.
    7. Berlutti F, et al. Lactoferrin downregulates pro-inflammatory cytokines upexpressed in intestinal epithelial cells infected with invasive or noninvasive Escherichia coli strains. Biochem Cell Biol. 2006;84(3):351-357.
    8. Groenink J, et al. Cationic amphipathic peptides, derived from bovine and human lactoferrins, with antimicrobial activity against oral pathogens. FEMS Microbiol Lett. 1999;179(2):217-222.
    9. Arslan SY, et al. Lactoferrin: a multifunctional protein with potential roles in periodontology. J Clin Periodontol. 2021;48(10):1289-1301.

    Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Beratung durch Ihren Zahnarzt oder Apotheker. Bei anhaltenden Zahnfleischproblemen suchen Sie bitte Ihre Zahnarztpraxis auf.